Auf der Cinemaxx-Seite lese ich gerade, dass New Line Cinema sich bereits vor einiger Zeit die Rechte für die sechsteilige Buchreihe von Michael Scott um den Alchemisten Nicolas Flamel gesichert hat, drei Bände wurden bisher veröffentlicht, die anderen drei folgen bis 2012. Wir erinnern uns? In "Harry Potter und der Stein der Weisen", dem ersten Band der fantastischen Reihe von J.K. Rowling, stellte Flamel besagten Stein der Weisen her, das Lebenselixir, welches Flamel und seine Frau Perenelle 650 Jahre in Devon leben ließ.
So ganz selbst ausgedacht hatte sich das Rowling nicht, Flamel lebt wirklich im 14. Jh in Paris, war ein französischer Schriftsteller und wurde posthum als Alchemist berühmt. Legenden ranken sich um sein Schaffen, u.a. eben auch die Entwicklung eines unsterblich machenden Elixirs. Wer mehr wissen will, kann sich ja mal auf Wikipedia umtun.
Michael Scott hat sich also nun diese Figur gegriffen und eine eigene Buchreihe um ihn kreiert, welche sich auch auf das von Rowling erdachte Zaubereruniversum bezieht. Produzent Lorenzo di Bonaventura sagt dazu "Michaels fantastische Buchreihe ist wie eine natürliche Weiterentwicklung von 'Harry Potter'". Aha.
Im ersten Band "Der unsterbliche Alchemist" geht es um die Zwillinge Sophie und Josh Newman, die in San Francisco leben. Josh hat einen Aushilfsjob in einer Buchhandlung, aus dem ein altes, wertvolles Buch gestohlen und der Laden in Schutt und Asche verwandelt wird. Die Zwillinge geraten in einen Kampf zwischen dem Hexenmeister Dee, seinen Golems und dem unsterblichen Nicholas Flamel, der das Buch, welches das Geheimnis des ewigen Lebens entschlüsselt, vor den bösen Zauberern schützen will.
Klingt zunächst ganz spannend, ich habe keine Ahnung, wie erfolgreich die Flamel-Bücher bisher sind, an die Potter-Auflagen kommen sie vermutlich nicht ran. Schon seit längerem versucht Hollywood ja, eine ähnlich erfolgreiche Abenteuerreihe für Kinder (klein und groß) zu etablieren, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Aus der "Narnia"-Reihe steht uns im kommenden Jahr der dritte Teil ins Haus, auch wenn die bisherigen zwei erfolgreich an der Kinokasse waren, konnten sie mit den Erlösen aus der Potter-Verwertung nicht mithalten. Insofern steht mit Nicholas Flamel nun ein weiterer Anwärter in den Startlöchern.
Die Zeit bis zum ersten fertigen Film kann man sich ja vielleicht mit Percy anfreunden, der sich mit den Göttern des Olymp herumschlagen muss ("Percy Jackson & Olympians: The Lightning Bolt", basierend auf der Kinderbuchreihe von Rick Riordan). Einen ersten deutschsprachigen Trailer gibts hier:
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Nicholas Flamel - Neue Filme aus der Zaubererwelt
@ 2009-11-20 – 17:21:41
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Date Night - Trailer und erste Infos
@ 2009-11-19 – 16:43:14
Ha, und noch eine Vorschau, die Laune macht. "Date Night" mit Steve Carrell und Tina Fey. Nach dem Schauen des Trailers fühle ich mich so ganz (ganz ganz) dunkel an einen meiner ultimativen Lieblingsfilme (oh je, diese Rubrik hab ich hier auch irgendwann völlig vernachlässigt), nämlich "Kopfüber in die Nacht" mit der göttlichen Paarung Jeff Goldblum und Michelle Pfeiffer erinnert, ohne dass jetzt die Stories identisch wären. Aber auch in "Date Night" geraten zwei Menschen, in diesem Fall ein gutbürgerliches Ehepaar, in einen Strudel von Ereignissen, den sie nicht mehr kontrollieren können. Dabei fängt alles so harmlos an: Der wöchentliche Ausflug der Fosters zum Abendessen mit anschließendem Kinobesuch steht an. Doch im Restaurant klappts mit der Reservierung nicht, und um nicht ewig auf einen freien Tisch zu warten, nehmen sie spontan den nächsten freien Tisch für die Tripplehornes, doch der falsche Name hat offenbar böse Folgen.
Außer Fey und Carrell spielen außerdem Mark Wahlberg, James Franco, Mila Kundis, Ray Liotta und Mark Ruffalo mit.
Im Kino wird "Date Night" vermutlich ab April zu sehen sein. Ich find's lustig. -
The Men Who Stare At Goats - Trailer und Infos
@ 2009-11-19 – 15:37:23
Ich liebe diesen Trailer von "The Men Who Stare At Goats", weil er sich so schön über den "Paranormal Activity"-Trailer lustig macht. Allein schon dieses kleine Video macht mir den ganzen Film sympathisch. Doch die eigentlichen Gründe, warum ich mich auf den Film freue, sind folgende: Schorsch Clooney, Ewan McGregor, Kevin Spacey & Jeff Bridges.
Und dazu eine klasse Story, in der Reporter Bob Wilton (McGregor) in den Irak reist, um seine kaputte Ehe zu vergessen und dort auf Lyn Cassady (Clooney) trifft, der behauptet, ein Ex-Soldat einer Spezialeinheit, der "New Earth Army", zu sein, die auf paranormale Phänomene spezialisiert zu sein. Die Mitglieder dieser Einheit sind in der Lage, Gedanken zu lesen, durch Wände zu gehen, und sie können Ziegen nur durch ihren Blick töten. Doch jetzt sei der Gründer der Einheit, Bill Django (Jeff Bridges) spurlos verschwunden, und Cassady wurde mit der Mission beauftragt, ihn zu finden. Bob Wilton glaubt, der Story seines Lebens auf der Spur zu sein.
Der Film basiert auf dem Roman von Jon Ronson, Regie führt Grant Heslov (vielen als Schauspieler bekannt, ich muss da immer an den jämmerlichen Sidekick aus "Scorpion King" denken, aber der hat natürlich auch viel bessere Rollen gespielt), und mit ein bisschen Glück kann man "The Men Who Stare At Goats" schon ab Anfang März in den deutschen Kinos sehen. -
Salt - erster Trailer und Infos
@ 2009-11-19 – 15:20:08
Vorweg: Angelina Jolie und Action - das mag ich einfach. Egal ob als Lara Croft, Mrs. Smith oder als Killerin in "Wanted" oder jetzt als eine Art weiblicher Jason Bourne. In "Salt" spielt sie die CIA-Agentin Evelyn Salt, die verdächtigt wird, eine russische Agentin zu sein - ein Schläfer. Angeblich plane sie ein Attentat auf den US-Präsidenten. Salt kann flüchten und ihren Häschern immer wieder entkommen und versucht derweil natürlich, ihren Namen reinzuwaschen.
Leider findet sich nirgends eine Info, zu welcher Zeit dieser Thriller spielt, russische Schläferagenten, Attentat auf US-Präsident - klingt mir doch ziemlich nach 80er Jahre Kalter Kriegszenario. Nun gut, ist ja noch ne Weile hin, bis der Film in die Kinos kommt, bis dahin wird man mehr erfahren. Mal abgesehen von der spannend klingenden Story kann "Salt" auch sonst mit hochkarätigen Namen aufwarten: das Drehbuch wurde von Kurt Wimmer und Brian Helgeland geschrieben, Regie führt Thriller-Veteran Philip Noyce. Und wer mit Angelina Jolie nicht so viel anfangen kann, kann sich dann darüber freuen, dass großartige Darstelle wie Liev Schreiber und Chiwetel Ejiofor ebenfalls an Bord sind.
Hier erstmal der US-Trailer, den Film gibt's nach jetziger Planung leider nicht vor August nächsten Jahres in Deutschland zu sehen.
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Kinostarts am 19.11.2009
@ 2009-11-18 – 20:27:11
Die wöchentliche Vorwarnung: was ist ab morgen in den deutschen Kinos zu sehen? (Ich hoffe, einigermaßen komplett)
66/67 Fairplay war gestern
Im Mittelpunkt dieser deutschen Produktion steht eine Gruppe von Hardcore Eintracht Braunschweig Fußballfans bzw. gewaltbereiter Hooligans, die sich die Jahreszahlen der Saison, in der die Eintracht Deutscher Meister wurde, als Branding auf die Haut verewigt haben: 66/67. Die Geschichte der Freunde wird in Rückblenden erzählt.Bandaged
Nach dem Tod ihrer Mutter begeht die junge, von ihrem Vater von der Außenwelt abgeschottete, Lucille einen Selbstmordversuch, von dem sie schlimme Verbrennungsnarben im Gesicht behält. Ihr Vater Arthur, ein Chirurg, arbeitet wie besessen daran, der Tochter die Transplantation eines neuen Gesichtes zu ermöglichen. Derweil wird sie von der seltsamen Pflegerin Joan betreut und verliebt sich bald in sie.Das gelbe Segel
Für Kristen Stewart-Fans, die den Start von "New Moon" in der nächsten Woche nicht abwarten können. Für die Erwachsenen gibts William Hurt und Maria Bello in diesem US-Film von Udayan Prasad. Hurt spielt den Sträfling Brett Hanson, der nach Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird. Seiner großen Liebe von damals, May, schreibt er eine Postkarte: wenn sie immer noch etwas für ihn empfindet, soll sie das gelbe Segel ihres Bootes hissen. Durch die Straßen Louisianas macht er sich auf den Weg zu ihr und trifft unterwegs auf die Teenager Martine und Gordy. Gemeinsam setzen sie die Reise fort - der desillusionierte Exhäftling und die beiden Teenies, die erst noch im Leben ankommen müssen.Die Anwälte - Eine deutsche Geschichte
Dokumentation von Birgit Schulz über Otto Schily, Horst Mahler, Hans-Christian Ströbele, die Anfang der 70er Jahre als Rechtsbeistand der Außenparlamentarischen Opposition (APO) fungierten. Damals verteidigten sie Baader und Ensslin, danach nahmen ihre Leben unterschiedliche Richtungen, Schily wurde in der SPD zum Innenminister, Ströbele war Mitbegründer der Grünen und zählt auch heute noch zur Opposition, während Maler zum Rechtsextremisten wurde.Die Unwertigen
Die Dokumentation vergleicht vier unterschiedliche Lebensläufe von Heimkindern in Deutschland bis in die 70er Jahre, die ihren Ausgangspunkt bereits in der Nazizeit nahmen und von einem gesellschaftlichen Stempel bestimmt wurden, der ihnen das Prädikat "unwertig" auferlegte.
Leider habe ich hierzu keinen Trailer.Das Gesetz der Rache
Definitiv ein Film, den ich auf englisch sehen muss, hoffe, ich schaffe es noch diese Woche. Gerard Butler ist in der Rolle des Clyde Sheldon zu sehen, dessen Frau und Tochter zehn Jahre zuvor bei einem brutalen Überfall ermordet wurden. Der zuständige Staatsanwalt Nick Rice (Jamie Foxx) konnte damals für die Täter keine Todesstrafe erwirken. Nun plant Sheldon seine Vergeltungsmaßnahmen, nicht nur die damaligen Täter werden zu Opfern, der gesamte Rechtsapparat Philadelphias gerät ins Wanken, selbst als Sheldon als Täter verhaftet wird und aus dem Gefägnis aus agiert.Liebe Mauer
Maxim Mehmet und Felicitas Woll spielen in diesem Beitrag zum Fall der Mauer. Die Studentin Franzi wohnt 1989 im Berliner Westen direkt an der Mauer. Bei ihren Ausflügen auf die Ostseite lernt sie den NVA-Soldaten Sascha kennen und lieben. Doch dann werden die Geheimdienste von Ost und West auf das Paar aufmerksam...Paranormal Activity
Meine Review von der Preview *g* könnt ihr hier nachlesen. Fand ihn ja nicht berauschend, wer weiß, vielleicht bin ich wirklich schon so abgestumpft.
Micah kauft eine neue Videokamera. Seine Freundin Katie, mit der er zusammenlebt, hat seit ihrer Kindheit in unregelmäßigen Abständen Besuch von einem Geist, unabhängig davon, wo sie wohnt. Jetzt scheint es wieder loszugehen, im Haus häufen sich des Nachts unheimliche Geräusche. Micahs Kamera soll die nächtlichen Aktivitäten im Haus aufzeichnen und dokumentiert auch die Unterhaltungen zwischen ihm und Katie - inklusive der Beratung durch ein Medium, welches sich außer Stande sieht, etwas gegen die gespentische Bedrohung zu tun. Micah versucht, mit dem Etwas zu kommunizieren und macht damit in Katies Augen alles nur schlimmer.Tal der Wölfe - Gladio
Offensichtlich schon der dritte Teil einer türkischen Filmreihe, wenn ich das richtig gelesen habe.
Iskender Büyük, Agent des türkischen Nachrichtendienstes, steht zu Unrecht vor Gericht. Seine Chancen auf einen Freispruch stehen schlecht, zumal seine Verteidigerin Ayse noch völlig unerfahren in ihrem Metier ist. Doch in seiner dunklen Vergangenheit haben sich einige Informationen gesammelt, die er gegen seine Auftraggeber verwenden kann und die für das ganze Land verheerende Wahrheiten zu Tage befördern würden. Und Büyük ist willens, einen gefährlichen Rachefeldzug zu beschreiten, der die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen wird.Tannöd
Die Geschichte wurde mit "Hinter Kaifeck" schon einmal verfilmt (bei Francis_Craig gucken für die HK-Review), es handelt sich um einen tatsächlichen sechsfachen Mord, der in der Nacht zum 1.April 1922 in dem Dorf Hinterkaifeck in Oberbayern stattfand.
In einem abgelegenen Bauernhof wurde die Familie Danner samt Kindern und Magd mit der Spitzhacke erschlagen. Den Mörder hat man nie gefunden. Die Dörfler wollten mit den Danners nichts zu tun haben, stammten doch angeblich die beiden Kinder der Tochter des Familienpatriarchen von ihm selbst. Zwei Jahre säter kommt eine junge Frau in den Ort und beginnt zu recherchieren.
Es spielen mit: Julia Jentsch, die leider verstorbene Monica Bleibtreu, Volker Bruch, etc.This Is Love
Seit Maggies Mann vor 16 Jahren spurlos verschwand, ertränkt sie ihr Leben in Alkohol und sucht Abwechslung bei Gelegenheitslovern. Dann trifft die Polizistin auf Chris, den sie wegen eines verschwundenen Mädchens verhört. Mit seinem Partner Holger hat er die Neunjährige aus den Händen vietnamesischer Zuhälter befreit...
Es spielen die wunderbare Corinna Harfouch, Devid Striesow, Jürgen Vogel und Herbert Knaup.Wenn wir zusammen sind
Vincent Lindon ist in dieser französichen Komödie zu sehen. Als der ruppige Pariser Buchhändler Mathias seinen Job verliert, schlägt ihm sein alter Kumpel Antoine, der in London als Architekt arbeitet, vor, eine Buchhandlung vor Ort zu übernehmen. Die beiden wohnen Haus an Haus und erziehen gemeinsam ihre Kids. Der überkorrekte Antoine stellt fürs WG-Leben strenge Spielregeln auf - u.a. darf keine Frau ins Haus. Als sich Mathias in eine französische Journalistin verliebt, hängt der Haussegen schief, bis auch der frustrierte Antoine seine Herzensdame in der Floristin von Nebenan entdeckt. -
Herzlich willkommen an Bogart
@ 2009-11-18 – 09:48:11
Das hätte ich eigentlich schon gestern schreiben müssen, aus Zeitnot nun erst heute: dieser Blog hat einen neuen Freund, nämlich Bogart, dem ich hier bei Blog.de bisher noch gar nicht über den Weg gelaufen bin. Wie kann das eigentlich sein, wo er scheinbar ein Westernfan ist und ich Western liebe? Klar, dass man sich da jetzt in Zukunft häufiger austauschen muss, daher an dieser Stelle ein herzliches Willkommen und eine Empfehlung, mal auf Bogarts-Welt zu klicken.
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Oh, ganz sentimentale Gefühle gerade...
@ 2009-11-15 – 22:34:28
Da entdecke ich doch auf Filmstarts.de mal eine schöne Hitliste, nämlich die der 20 schönsten Serientänze (unbedingt durchklicken). Und als ich da so auf dieses Video blicke
kommen doch Erinnerungen an eine der schönsten und witzigsten Serien jüngerer TV-Geschichte wieder in den Sinn, und ich werde richtig rührselig.
Schön wars mit dem Gummibärchen und Fish (Ally mochte ich ja nie, nur die anderen). -
2012
@ 2009-11-15 – 15:58:41
Eigentlich möchte Jackson Curtis nur ein Wochenende mit seinen Kinder im Yellowstone Nationalpark verbringen. Seit seiner Scheidung von Kate, die nun mit dem Schönheitschirurgen Gordon zusammen lebt, sieht er seine Kinder nicht mehr so häufig, und der erfolglose Schriftsteller hat an Respekt vor allem bei seinem Sohn Noah mächtig eingebüßt. Doch schon der vergessene Moskitoschutz sorgt dafür, dass Jackson weiterhin keinen Boden gut machen kann. In der Zwischenzeit häufen sich weltweit Erdbeben, deren Ausmaße immer gefährlicher werden, bis ganze Stadtteile auseinanderbrechen. Besonders San Diego ist betroffen, und Kate sorgt dafür, dass Jackson mit den Kindern schnell wieder zurückkommt, der leicht verwirrt ist von den Aussagen des "Irren" Charlie Frost, der im Yellowstone Park von seinem Wohnwagen aus vom Ende der Welt erzählt und einer angeblichen Karte, auf der der Standort von "Raumschiffen" verzeichnet ist, die von der Regierung angeblich heimlich gebaut wurden, um die wichtigsten Menschen zu evakuieren.
Was Jackson nicht weiß: tatsächlich ist den Regierungen seit zwei Jahren bekannt - dank der Arbeit von Wissenschaftler Adrian Helmsley - dass die Maya mit ihrer Prophezeiung - dem Weltuntergang im Jahre 2012 - nicht ganz falsch lagen. Alle 640.000 Jahre (?) werden die Sonneneruptionen so stark, dass sie dafür sorgen, dass die Erdkruste aufbricht und die Erdplatten sich bewegen. Seit zwei Jahren arbeiten die Regierungen Hand in Hand an einem Geheimprojekt - von dessen Existenz Jackson zufällig erfährt, als er seinen Auftraggeber, den russischen Milliardär Yuri, durch die Gegend chauffiert. Im letzten Moment kann Jackson seine Familie und Gordon davor bewahren, mit San Diego unterzugehen, doch damit sind sie noch lange nicht aus dem Schneider...
Ich wollte Emmerich-Filme nach "10,000 BC" konsequent ignorieren, aber das Maya-Prophezeiungs-Thema finde ich irgendwie lustig, und Darsteller wie John Cusack, Amanda Peet und vor allem Chiwetel Ejiofor (wie sprich man das aus??) sehe ich sehr gerne. Die unterschiedlichen Trailer und Ausschnitte von "2012" gaben im Vorfeld auch schon ein deutliches Bild darüber ab, was im Kino zu erwarten ist. Insofern kann ich nicht ganz nachvollziehen, dass da irgend jemand ernsthaft mit der Erwartung einer Handlung ins Kino geht. "2012" ist auch nicht anders als Filme wie "Poseidon", "Vulcano", "Dante's Peak": sicherlich kein filmhistorisches Meisterwerk, aber unterhaltsam, kurzweilig (trotz der Hammerlänge von 158 Min.) und techisch aufwändig und überzeugend gemacht. Und damit es nicht wirklich peinlich wird zwischen den Katastrophen- und Actioneinlagen hat Emmerich dafür gesorgt, dass man ein paar fähige Schauspieler an Bord hat.
Allein schon das permanente Augenzwinkern, welches in 2/3 des Films in fast jeder Szene mitschwingt sowie die offensichtliche Komik - vergleichbar mit "Independence Day" - verdeutlicht, dass Emmerich hier keinen ernsthaften Film über das Ende der Welt drehen wollte (was bei der hanebüchenen Idee mit dem Maya-Kalender auch echt übel gewesen wäre), sondern einen reinen Spaßfilm. Gerne liest und hört man dann hinterher sowas wie "oh, wie unrealistisch" und "Film ohne Substanz" - da frag ich mich manchmal, ob das von den gleichen Leuten kommt, die "Die Hard 4.0" unterhaltsam fanden ("ey cool, der landet auf nem Jet, harharhar").
Der Film besitzt 0% Realitätsgehalt, das sollte man wissen. Wenn man sich darauf einlassen kann, sich ein KatastrophenMÄRCHEN anzutun, hat man seine Freude. Da störts auch nicht, wenn sich einige Szenen (das Flugszenario, mal mit dem Kleinflugzeug, dann mit dem Riesending) doppeln oder ein bisschen viel mit dem Auto geflüchtet wird, denn es gibt in diesen guten zweieinhalb Stunden genug Abwechslung, die den Zuschauer bei der Stange halten. Und der Punkt ist: selbst bei der zweiten Flugszene, wenn Sascha und Blassbacke Gordon die Nase ihres Jumbos hoch kriegen müssen, wird Spannung geboten. Darüber hinaus sind die Zerstörungsszenen einfach fabelhaft gemacht und wirken dabei lustigerweise nicht so aus der Retorte wie beispielsweise bei Michael Bays "Transformers 2". Auch wenn man mitunter die CGI-Effekte deutlich erkennen kann, schüttelt man oft genug fassungslos den Kopf, wie die das so gut hinbekommen haben. Aus wissenschaftlicher Sicht darf man sicher nicht eine Sekunde über das Gesehene nachdenken, sonst verzweifelt man. Das komplette Katastrophen-Szenario hat einen ähnlichen Running Gag-Faktor wie das alienkompatible Apple-Notebook in "ID4", das hat mich damals nicht gestört und tuts auch heute nicht. Wenn mich wirklich interessiert, wie das mit den Sonneneruptionen so funktioniert, dann warte ich auf die Bublathsche Erklärung, Sonntag abends um 19:30 Uhr im ZDF *lach*.
Emmerich klaut dabei auch wild aus allen Filmen, die auch nur annähernd etwas mit Katastrophenszenarien zu tun haben, und sei es "Jurassic Park" (die Zeichentrick-Erklärung der Sonneneruptionen), macht dies aber clever genug, ohne dabei als Plagiator rüberzukommen.
In der Nebenhandlung, die sich um die Hauptprotagonisten webt, haben wir stereotyp dargestellte Probleme einer Patchwork-Familie. Das ist nicht neu oder innovativ, hat aber innerhalb des vorgegebenen Rahmens eines Katastrophenfilm gut gepasst: Scheidung, zwei Kinder, die zwischen dem echten und dem "neuen" Vater hin- und hergerissen sind. Der Vater, der sich den Respekt seines Sohnes erst wieder erarbeiten muss - das gabs z.B. auch schon in dem elendigen (leider ernstgemeinten) "Krieg der Welten" von Spielberg. Von Emmerich fand ich es tatsächlich besser gelöst. Dann die Randfiguren - und da muss man dann leider wirklich Abstriche machen: wie der russische Ex-Boxer und Neumilliardär gezeichnet wurde, ließ mich sauer aufstoßen. Ebenfalls der von Danny Glover dargestellte US-Präsident ging gar nicht, auch wenn man nicht nach Realitätsgehalt fragt, diese Figur war einfach schwach geschrieben. Und warum man sich ein Großkaliber wie Woody Harrelson an Bord holt, um ihn einfach nur irre in die Kamera grinsen zu lassen, finde ich auch fragwürdig. Diese Neben-Nebenplots hätte man auch gut kürzen können, z.B. das Kreuzfahrtgesangsduo, bestehend aus dem Vater von Wissenschaftler Adrian Helmsley und dessen Partner Tony Delgatto (Blu Makuma und George Segal), der sich mit seinem Sohn noch aussöhnen will, hätte komplett gestrichen werden können, weil es den Film null weitergebracht hat.
Darstellerisch kann man ansonsten nicht meckern, sind ja auch talentierte Leute an Bord. Chiwetel Ejiofor kann jeder Rolle Leben einhauchen, wobei man natürlich zugeben muss, dass sein Adrian Helmsley wirklich sträflich naiv war. Oliver Platt musste eigentlich nichts tun, sondern einfach nur seine herrliche Ausstrahlung spielen lassen als Regierungstyp Carl Anheuser, der hinter Helmsley die Fäden zog. Amanda Peet als Jacksons Exfrau Kate sollte hauptsächlich hübsch aussehen, die Kinder waren niedlich und unnervig genug, dass man ihnen nur das Beste wünschte (im Gegenteil zu Dakota Fanning in "Krieg der Welten"). Naja, Gordon, der neue Partner von Kate, blieb bewusst blass. Auch so einer der wenigen Punkte, die mich geärgert haben. Von vornherein wollte man dieser Figur nicht zu viele Sympathien zugestehen, das hätte dann das "Wayne's World" Happyend am Ende versaut. Ich finds schade, dass man diesen Patchwork-Gedanken nicht konsequent zu Ende geführt hat und stattdessen das Bauernopfer brachte für die heile Familie. Tja, und dann John Cusack. Natürlich war der Mann unterfordert, aber was ihm zu eigen ist - dieses Talent, wie jemand zu wirken, der buchstäblich in eine schwierige Situation schliddert und intuitiv zu handeln, nicht geplant - macht "2012" sympathisch. In seinen Aktionen wirkt Cusack teilweise unfreiwillig komisch, was zu der von ihm dargestellten Figur passt. Ansonsten macht Cusack auch ohne Sandalen ("Con Air") in den Actionszenen eine gute Figur.Fazit: Wer "Independence Day" oder "The Day After Tomorrow" mochte, sollte auch bei "2012" nicht unzufrieden aus dem Kino kommen, verbindet dieser doch den Humor des ersten und die technischen Finessen des letzteren Films. Etwas kürzer wäre "2012" sicherlich noch knackiger geworden, so gibt es einige kleine Längen. Nochmal: auf keinem Fall sollte man nach Logik, Handlung oder Realitätsgehalt suchen, genausowenig wie man das übrigens bei "Star Trek" tun darf. Darüber hinaus ist "2012" um Längen besser als beispielsweise "Knowing" mit Nic Cage. Macht Spaß! Aus reiner Popcorn-Sicht (fast) alles richtig gemacht. "Vulcano" hätte ich damals 8 Pkt gegeben, "2012" hat mich ähnlich gut unterhalten, daher 7 Pkt (vom Gefühl her eher 7,5)
2012 (USA 2009)
R: Roland Emmerich; B: Harald Kloser, Roland Emmerich
K: Dean Semler; M: Harald Kloser, Thomas Wanker
D: John Cusack, Amanda Peet, Chiwetel Ejiofor, Oliver Platt, Thandie Newton, Thomas McCarthy, Danny Glover, Woody Harrelson, Zlatko Buric, Johann Urb, Beatrice Rosen, Liam James, Morgan Lily, etc.
Genre: Katastrophenfilm
FSK: ab 12 J.P.S.: Und wenn die Gerüchte stimmen, und Emmerich will tatsächlich eine Serie über die Zeit nach "2012" - also "0001" produzieren, dann freue ich mich darauf schon.
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Ein paar Sätze zum "Flemming"-Piloten gestern
@ 2009-11-14 – 16:41:34
Also im Großen und Ganzen empfand ich den gestrigen Auftakt als gelungen. Die beiden Hauptfiguren Vince Flemming und seine Exfrau und Kommissarin Ann Gittel - gespielt von Samuel Finzi und Claudia Michelsen - wurden gut eingeführt, man hat ein Gefühl dafür bekommen, wie beide ticken. An der Oberfläche von sich selbst eingenommen (er) und stark (sie), im Inneren aber beide sehr sensibel. Bei ihr spürte man das besonders in den Szenen, die den eigentlichen Fall betrafen, also das verschwundene - und später tot aufgefundende Kind, ein Umstand, der auch eigentlich niemanden kalt lassen sollte. Bei Flemming selbst war das hauptsächlich dann zu sehen, wenn er alleine oder in Begleitung von seinem Freund Dr. Matthei war. Wirklich rührend empfand ich die Szene auf Flemmings Balkon, wenn er zum Fenster der gegenüberliegenden Hausseite sieht und seine Exfrau in ihren vier Wänden beobachtet - nicht voyeuristisch, sondern sehnsüchtig, dramatisierend, traurig. Auch kurz zuvor, als Matthei in beruhigt, Ann würde doch nur gegenüber wohnen, sagt er "Sie ist nicht mehr hier, egal wie nah sie weg ist" - das ist schon geradezu poetisch. Insgesamt hat Drehbuchautor Gregor Edelmann seine Figuren so sprechen lassen, wie sie es in einer besseren Welt vielleicht tun sollten. Da muss man schon genau hinhören, um die subtilen Wortspielereinen und den Subtext zu verstehen. Man redet gewählt, mit großem Vokabular. Nun, das ist sicherlich nicht realistisch, und ließ mich lustigerweise ausgerechnet an "Juno" denken, als Diablo Cody einer Minderjährigen eine Wortgewandtnis zutraute, von der Erwachsene nur träumen können. Das war auch völlig unrealistisch, aber dort haben wir es dankend angenommen, weil die Dialoge so erfrischend treffend waren. Bei dem "Flemming"-Piloten gestern ging es mir ähnlich.
Gut eingeführt wurde übrigens auch Flemmings Chef, Karl Leo, von Felix Vörtler klasse gespielt. Der könnte im Laufe der nächsten Folgen echt zum unfreiwilligen Sympathen werden, da freue ich mich schon drauf.
Im Übrigen hat mir der Nebenstrang mit der quietschigen Stewardess richtig gut gefallen, von dem anfänglichen Anmachversuch bis zur Nacht im Brunnen, das war richtig nett!! Und die Musik mochte ich, nachdem ich kurz gegooglet habe, weiß ich jetzt auch warum, sie stammt von Colin Towns, der auch den Soundtrack zu "Doktor Martin" (Original und dt. Adaption) komponiert hat, hatte etwas Leichtfüßiges in einem ansonsten deprimierenden Fall.
Nun war aber noch nicht alles Gold was glänzte. Mir waren die 90 Minuten zu lang, der Fall wirkte etwas aufgebläht. Neben den Hauptdarstellern Finzi und Michelsen konnte noch Inka Busch als verzweifelte Mutter wirklich punkten, es gab da aber auch so zwei, drei Nasen in Mininebenrollen, die ich auf darstellerische Ebene richtig schlecht fand (sorry, hab die Namen nicht parat). Peter Benedict als Florian Reissberg hat mich auch manches Mal zusammenzucken lassen, insbesondere als er von dem Tod des Jungen erfährt. Wie er da die Hände trichterförmig vor den Mund nimmt, wirkt total lächerlich. Richtig negativ empfand ich Flemmings Verabschiedung im Polizeipräsidium zu Beginn, dieser Politessenchor ging gar nicht, un die "Flemming, Flemming", Rufe von den paar Balkonisten, die da standen, waren leider unfreiwillig komisch.Trotzdem fielen die wenigen negativen Dinge nicht so ins Gewicht. Ich denke, dass "Flemming" auf lange Sicht echt Potential hat. Wenn ab nächsten Freitag die Folgen ausgestrahlt werden, die in 45 Minuten die komplette Geschichte erzählen müssen, dann wird vieles sicherlich etwas dynamischer wirken. Die Hauptprotagonisten wurden gut eingeführt, wirken sympathisch, und man fragt sich unweigerlich, wie es zwischen Vince und Ann weitergehen wird, wo man schon spürt, dass da noch Gefühle vorhanden sind. Mal gucken, ob Flemmings psychologisches Können noch ein bisschen intensiver zu sehen sein wird. Ich persönlich freue mich auf weitere Dialogschätze und hoffe, dass der charmante Witz - der im Piloten zwischenzeitlich angedeutet wurde - in den nächsten Folgen nicht flöten geht, sondern vielleicht noch verstärkt wird. Blöderweise läuft "The Closer" parallel, aber wozu gibts Recorder?
Flemming, freitags, 21:15 Uhr, ZDF
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TV-Tipp: "Flemming", heute, 21:15 Uhr, ZDF
@ 2009-11-13 – 17:48:44
Und heute mal ein Fernsehtipp, von dem ich hier zwar auch noch nicht mehr weiß als das, was ich in den letzten Wochen in den Medien drüber gelesen hab, aber nichts desto trotz Spannendes erwarte.
Ich war ein großer Fan der Serie "Der letzte Zeuge" mit Ulrich Mühe und Gesine Cukrowski, die nach dem viel zu frühen Tod des großartigen Ulrich Mühe eingestellt wurde. Idee und Drehbücher zum "Zeugen" stammten von Gregor Edelmann, der nun einen neuen (zweifelhaften) Helden für das ZDF-Krimiuniversum entwickelt hat. Wie in Interviews zu lesen war, hat er dafür diverse Experten zu Rate gezogen, man kann also annehmen, dass der Kriminalpsychologe, der namentlich bei "Flemming" im Vordergrund steht, nicht bloße Küchenpsychologie thematisiert wird.
Aber nochmal von vorn:Vince Flemming steht im Mittelpunkt der neuen Krimiserie, die ab heute sechs Wochen lang immer freitags um 21:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt wird. Heute startet zunächst der 90minütige Pilotfilm, die Folgen haben dann 'ne Länge von jeweils 45 MIn.
Flemming ist Kriminalpsychologe und - wenn ich in den ersten Reviews richtig zwischen den Zeilen lese - ziemlich von sich selbst überzeugt. Neben seiner Polizeiarbeit hat er noch seine eigene Radioshow, in der er mit seinem Kollegen Dr. Matthei gemeinsam Ratschläge in Beziehungsfragen gibt. Offenbar hätte er solche Tipps selbst ganz gut gebrauchen können, denn zu Beginn des Piloten muss er nicht nur seine Kündigung, sondern auch die Scheidung von seiner Frau Ann Gittel, selbst Kommissarin im LKA, wegstecken. Die Frauen - hübsche, nette und gefährliche - scheinen es ihm sowieso angetan zu haben, wenn man den Zeitungsberichten zur Serie Glauben schenken mag.
Im ersten Fall geht es um ein vermisstes Kind - da man die Hilfe eines erfahrenen Psychologen benötigt, wird Flemming reaktiviert und muss sozusagen unter seiner Ex-Frau "dienen", die die Ermittlungen leitet. Ein schwieriger Fall und eine schwierige Situation für das Team.Ich persönlich freue mich auf Darsteller wie Samuel Finzi, der noch so fernsehunverbraucht ist, und Claudia Michelsen, die mich in "12 heißt: Ich liebe Dich" so beeindruckt hat. Klar erwarte ich auch, dass die Serie in etwa die Qualität von "Der letzte Zeuge" hält, mal gucken, ob das klappt. Aber ob das "SoKo Leipzig"-Publikum dieses Sendeplatzes etwas Anspruchsvolleres sehen will, werden dann morgen die Quoten zeigen. Ich hätte es grundsätzlich schöner gefunden, wenn wenigstens der Pilotfilm vielleicht als Samstagskrimi gelaufen wäre, weil ich es einfach schwierig finde, mich ab 21:15 Uhr noch auf einen 90Minüter mit viel Dialog einzulassen (ja, ich sollte mich schämen), aber gucken werde ich heute Abend natürlich trotzdem und dann morgen hier berichten, wie's gefallen hat.
"Flemming"
Pilotfilm "Glanz in deinen Augen"
ZDF, 21:15 Uhr -
Kinostarts am 12.11.2009
@ 2009-11-12 – 11:45:32
Und hier die Liste der Filme, die heute in den hiesigen Kinos starten, allen voran DIE Blockbuster-Hoffnung von Roland Emmerich "2012" - von dessen Qualitäten kann ich mich dann am Samstag überzeugen (oder auch nicht) und dann hier berichten.
2012
Die Mayas haben prophezeit, dass 2012 die Welt untergeht, Roland Emmerich hält sich dran, und John Cusack muss seine Patchwork-Familie retten. Mehr muss man, glaube ich, nicht wissen.Ganz nah bei dir
Deutscher Film von Almut Getto ("Fickende Fische"). Der leicht sonderbare Philipp, dessen einziger Weggefährte seine Schildkröte Paul ist, lernt zufällig die blinde Cellistin Lina kennen, die ihn auf der Straße beinahe über den Haufen rennt. Die beiden verlieben sich, derweil Philipp zuhause von Einbrechern überrascht wird, Paul gestohlen wird, und der Eigenbrötler seinen Alltag umstellen muss. "Ganz nah bei dir" gewann den Publikumspreis des Max Ophüls Festivals.Hachiko
Für die ganzen Richard Gere Fans da draußen. Also, Gere und Lasse Hallström verbinde ich nun nicht gerade automatisch in Bezug auf einen Film über eine Männer-Hunde-Freundschaft. Aber hier scheints um mehr zu gehen, als um Lassie, Beethoven & Co. Gere spielt den Professor Parker, der eines Tages am Bahnhof einen Hundewelpen mitnimmt, er nennt ihn Hachiko. Auch wenn seine Frau anfangs dagegen ist, das Tier zu behalten, lässt er sich fortan jeden Tag von Hachiko zum Bahnhof begleiten und von dort abends wieder abholen. Bis der Professor eines Tages nicht mehr am Bahnhof auftaucht - doch der treue Hund wartet weiterhin vergeblich jeden Tag auf sein Herrchen.
Eine wahre Geschichte aus dem Japan der 1920er.Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte
Der moralische Zeigefinger der US-Nation ist zurück: Michael Moore präsentiert uns jetzt eine Einführung in den Kapitalismus, von dem er tatsächlich auch profitiert... Wobei hier natürlich der Fokus auf die globale Finanzkrise gelegt wird.Love Happens
Jennifer Aniston und Aaron Eckhart spielen in diesem Liebesfilm. Der Witwer Dr. Burke schreibt zwar Selbsthilfebücher für Menschen, die gerade einen großen Verlust erleiden mussten, ist aber selbst über den Tod seiner Frau noch nicht hinweggekommen. Da begegnet er der hübschen Eloise, die langsam seine Heilung einleitet.Mitgefühl, Weisheit und Humor
Boris Penth hat diese Dokumentation des Buddhisten Sogyal Rinpoche - einem der bedeutendsten Lehrer des tibetanischen Buddhismus - festgehalten. Glaubt man Filmstarts.de, dann scheint das Ergebnis äußerst fragwürdig.Résiste - Aufstand der Praktikanten
Till, Tamara und Toto machen aus ihrem trostlosen Dasein als Praktikanten das Beste und gründen eine Firma, die anderen Praktikanten zu einer besseren Stellung verhelfen soll. Damit haben sie eine Marktlücke entdeckt, die Geschäftsidee hat Erfolg, und irgendwann steht dann auch ein potentieller Käufer vor der Tür, der das Unternehmen aufkaufen will.The Invisible Frame
Leider habe ich hierzu keinen Trailer gefunden. Diese Dokumentation von Cynthia Beatt und Tilda Swinton ist sozusagen eine Fortsetzung. Vor 21 Jahren radelte Tilda Swinton auf Wunsch von Cynthia Beatt schon einmal entlang der Berliner Mauer, um Eindrücke des Grenzgebietes einzufangen, die Doku damals wurde mit "Cycling the Frame" betitelt. Im Juni dieses Jahres stieg Swinton wieder aufs Fahrrad und präsentiert dem Zuschauer Reflektionen und Impressionen der deutschen Einheit.The Man From London
Maloin entdeckt während einer Nachtschicht von seinem Rangiertum am Bahnhof am Hafen aus einen Mord und sieht, wie ein Koffer ins Wasser fällt. Er nimmt den Koffer an sich, der voller Geld ist, verheimlicht dieses aber seiner Familie. Da macht sich der wahre Besitzer des Koffers auf die Suche nach ihm, und ein mysteriöser Inspektor aus London taucht auf, um den Fall zu untersuchen. -
Willkommen Videbitis
@ 2009-11-11 – 20:53:34
Auch heute gibt es Zuwachs im Freundeskreis. Ich darf ganz herzlich Videbitis willkommen heißen, scheinbar waschechter Kölner, der in seinem Blog Koelnbilder über die wunderschöne Stadt informiert, aber auch die England-Bilder sollte man sich mal zu Gemüte führen. Da meine Liebe zu Köln nie wirklich erloschen ist, und ich es immer wieder genieße, dorthin zu fahren, freue ich mich schon auf regen Austausch.
Also - auf gute Blogfreundschaft! -
Robbie Williams und das Glaubwürdigkeitsproblem
@ 2009-11-11 – 18:10:31
Ich war sicherlich nie ein Megafan, habe aber tatsächlich im Laufe der Jahre alle Soloalben von Robbie Williams gekauft. Als er sich damals von Take That lossagte, empfand ich das als mutigen Schritt eines jungen Künstlers, von dem ich Großartiges erwartete. Und dann gabs noch die schön-freche Moderation des Europäischen MTV Awards in London 1996... Das 1997er Album "Life Thru A Lens" zählt nach wie vor zu meinen absoluten Lieblingsalben, wenn auch nicht jeder Song überzeugen konnte und kann, war dies doch bester Rockpop - eingängige Melodien, teilweise rotzige Texte und eine unwiderstehliche Portion Ironie. "I've Been Expecting You" ein Jahr später konnte da noch mithalten, insbesondere "No Regrets" und "Karma Killer" bewegen und erfreuen mich immer noch. Bei "Sing When You're Winning" klang Robbie schon ein Stück zuviel nach Stadion, massenkompatibel und Radio RS2 tauglich, bis auf "Kids" - das Hammerduett mit Kylie Minogue - hat mich da nicht wirklich was vom Hocker gehauen. Seine Alkohol- & Drogeneskapaden, Frauengeschichten und vor allem die zu Beginn seiner Karriere mediengehypte Aversion gegen Liam Gallagher zementierten den Rockstarstatus eines Popkünstlers, der doch eigentlich alle nur unterhalten wollte, und dies auch tat mit mitreißenden Bühnenperformances. Seine stete Weigerung, wieder mit den ehemaligen Weggefährten Take That auf die Bühne zu gehen, hat mich beeindruckt, für viel Geld wären andere weich geworden, doch er schien sich seine Selbständigkeit bewahren zu wollen.
Von da an gings bergab. "Swing When You're Winning" seine Anbiederung an die Swinggötter Dean Martin, Sammy Davis jr., Frank Sinatra & Co. war zwar noch ganz hörenswert und nett, aber die darauf folgende "Escapology" war schon extrem weichgespült, und "Intensive Care", die erste Scheibe ohne Guy Chambers, hätte auch einem gealterten Bryan Adams gut zu Gesicht gestanden und besaß nichts mehr von der jugendlichen Frische, mit der Robbie damals die Popwelt überfallen hatte.
Im Sommer 2006 sah ich ihn noch live im Olympiastadion und hatte einen wirklich tollen Abend mit einem großartigen Entertainer. Danach kam "Rudebox", naja, dazu hatte ich hier schon was geschrieben, eine unterirdische Platte, die ich wohlwollend als schlechten Scherz bezeichnen möchte. Und bei allem was danach an Neuigkeiten über Robbie Williams Leben in L.A., angeblichen Alien-Sichtungen etc. zu lesen war, schien er munter auf einen ziemlichen Tiefpunkt zuzusteuern.
Insofern spürte ich dieses Jahr eine gewisse Freude, als das neue Album angekündigt wurde. Und jetzt, nachdem ich es gehört habe, bin ich etwas ratlos. Wie alt ist der Mann? "Reality Killed The Video Star" bietet sicherlich keine ganz schlechten Songs, aber es ist völlig austauschbar, perfekte Hintergrundmusik, die dudeln kann, ohne dass man sich bei seinen eigentlichen Tätigkeiten gestört fühlt. Von Trevor Horn produziert könnte man meinen, ein langsam in die Jahre kommender Popstar, der sich von allen aktuellen Einflüssen abgenabelt hat, hätte ein Comeback gestartet. Wenn statt Williams Elton John auf dem Cover zu sehen sein würde, ich würde mich nicht wundern. Aus einem rebellischen, frischen und vor allem witzigen Musiker ist ein Hintergrundgeräuschler geworden. Schade.
Und morgen tritt er wieder mit Take That auf. Auch wenn es sich um ein Benefizkonzert handelt - es beweist doch wieder den guten alten Beckenbauer-Slogan "Was schert mich mein Geschwätz von gestern?". Für die gute Presse und den erfolgreichen Verkauf seines "Comeback"-Albums sind dann Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen und Jason Orange wieder gut genug - und Robbie Williams leider äußerst unglaubwürdig. -
Frau Flinkwert und ihre liebsten beiden Schotten
@ 2009-11-11 – 17:32:53
Ob es an diesem bezaubernden Dialekt liegt, an dem liebenswert-kindlichen Humor - aber Craig Ferguson und Gerard Butler sind als Paar einfach unwiderstehlich. Hier eine Folge aus "Celebrities Read Excerpts From Craig's Book", in der Butler eine recht gelungene Craig Ferguson-Imitation bringt. Guck selbst:
Ich finde, die beiden sollte man einfach mal in einen Raum setzen und 90 Min. lang filmen, das könnte die Komödie des Jahres werden.
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TV-Tipp: "Romy" heute, ARD, 20:15 Uhr
@ 2009-11-11 – 15:43:04
Ich hatte das besondere Glück, bei der Berlin-Premiere von "Romy", die vor zwei Wochen im Delphi Filmpalast stattfand, dabei zu sein. Noch im Nachhinein freue ich mich deshalb besonders darüber, dass ich diesen fürs TV gemachten Film auf der großen Leinwand sehen und bewundern konnte.
Das gestrige und heutige Presseecho zu der Biografie einer der größten dt./österreichischen Schauspielerinnen des letzten Jahrhunderts, die viel zu früh am 29.05.1982 verstarb, mag durchwachsen sein. Da wird dem SWR (unter dessen Federführung der Film entstand), der Produktionsfirma sowie Drehbuch und Regie vorgeworfen, sich nicht wirklich herangetraut zu haben an diese Person, die zu ihren Lebzeiten im Übrigen auch die Gemüter spaltete. Die einen sahen in ihr die ewige Sissi und nahmen es ihr übel, ihr "Vaterland" verlassen zu haben, um in Frankreich vornehmlich schwierige Frauencharaktere zu spielen, die anderen haben sie genau dafür geliebt und verehrt. Ich kenne Romy Schneider auch nur aus den Filmen, die ich im Laufe meines Lebens im Fernsehen gesehen habe, kann nur erahnen, dass sie während ihrer Karriere vermutlich niemanden wirklich kalt gelassen, niemandem, der sich für Film interessierte, gleichgültig gewesen sein kann. Eine Frau, die mit jedem Jahr schöner wurde, eine tiefe Ausstrahlung hatte und ein unglaubliches Talent besaß, Figuren zum Leben zu erwecken.
Ebenfalls habe ich heute in den Medien gelesen, dass dem Film eine geradlinige Erzählung fehle, zu viel würde zwischen den einzelnen Stationen ihres Lebens hin- und hergesprungen, zu viel mit technischen Gimmicks experimentiert.Persönlich kann ich dazu nur folgendes schreiben: ich habe es als extrem wohltuend empfunden, eine Biografie zu sehen, in der nicht linear von Geburt bis Tod das komplette Leben nacherzählt wird. Wozu auch? Ihr Leben, die wichtigsten Stationen, Ehrungen, Schicksalsschläge kann man zur Not vermutlich auch auf Wikipedia nachlesen und in den unzählichen Biografien, die in den letzten Jahren über Romy Schneider geschrieben wurden. Viel wichtiger finde ich es, einen "Hauch" Romy abzubekommen, eine Idee davon, wie sie war, welche Wirkung sie auf ihr Umfeld hatte, warum sie so war. Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass Drehbuchautor Benedikt Röskau auch so etwas auf der Premierenbühne gesagt hat, als er gefragt wurde, wie er an dieses Thema herangegangen ist. Mir kommt dann häufig in den Sinn, wie hat diese Frau möglicherweise geduftet - blumig, süß, frisch, herb? Die Verantwortlichen, inklusive Regisseur Torsten C. Fischer und Hauptdarstellerin Jessica Schwarz, werden nicht müde, in Interviews zu betonen, dass sie die großartige Schauspielerin auch gar nicht kopieren, ihr sich nur annähern wollten. Ich finde, dass dies ziemlich gelungen ist. "Romy" berührt. Dass sich die Handlung nun mal mehr an Romys Schicksalsschläge orientiert, ihre zerbrochenen Beziehungen/Ehe zu Alain Delon oder Harry Meyen, ihr Hunger nach Liebe und Aufmerksamkeit, der schreckliche Tod ihres Sohnes, etc. kann man dem Film m.E. nicht vorwerfen. Für alles dazwischen kann man die entsprechenden Bücher lesen, Filme wollen schließlich unterhalten, und das geht halt am besten mit den höchsten Höhen und tiefsten Tiefen, und das Schöne: das Erzählte driftet nie in uendlichen Kitschpathos ab, in dem alle anderen böse und Romy Schneider das Opferlamm ist.
Darüber hinaus noch ein paar Worte zu dem Stil des Films. Kameramann Holly Fink hat mit einigen technischen Raffinessen gearbeitet, die ich hier gar nicht erklären kann, um den starren Biopic-Look aufzulockern. Da gibt es nachgestellte "Archiv"aufnahmen, bei denen man schon richtig hingucken muss, um festzustellen, dass da eine der drei Romy-Darstellerinnen (Stella Kunkat, Alicia von Rittberg und Jessica Schwarz) zu sehen ist, immer wieder wird da mit unterschiedlichen Stilelementen gespielt - einigen ist das vielleicht zu verspielt oder zu verwirrend. Auf mich hatte es den Effekt, dass ich zu keiner Sekunde das Gefühl hatte, einen TV-Film auf Leinwandgröße aufgeblasen zu sehen, sondern mir "Romy" auch als Kinoproduktion hätte vorstellen können.
Schauspielerisch schöpft "Romy" aus dem Vollen. Während Jessica Schwarz in ihrer ersten Szene noch gewöhnungsbedürftig wirkt, hat man dann jedoch schnell vergessen, dass zwischen ihr und der echten Romy eigentlich gar keine Ähnlichkeit besteht. Schwarz empfiehlt sich mit dieser Rolle endgültig fürs Charakterfach, am meisten hat mich sicherlich beeindruckt, wie es ihr gelungen ist, Romy im Sprechen so ähnlich zu sein, der antrainierte Dialekt, die Modulation, das passt einfach (nur diese Visconti-Theaterszene hat mich etwas verschreckt). Thomas Kretschmann kann in der Rolle des Harry Meyen sein Talent voll ausspielen, mit Blicken viel und mit wenigen aber nachdrücklichen Worten alles zu sagen. Maresa Hörbiger, die "kleine Schwester" von Christine, habe ich hier eigentlich das erste Mal überhaupt wahrgenommen und könnte mir tatsächlich keine bessere Magda Schneider vorstellen. Guillaume Delorme als Alain Delon passt ebenfalls, wenn ich mich da der allgemeinen Euphorie über den französischen Shooting Star nicht ganz anschließen kann, ihn aber auf der Premierenbühne wiederum ganz sympathisch fand.Fazit: Ein echter Glanzpunkt im deutschen Fernsehfilm-Allerlei und ein Grund, auf seiner Fernbedienung mal wieder die ARD zu finden. Dafür bezahl ich dann meine Gebühren mal gerne - zumindest für ein Quartal *lach*.
Romy (Deutschland, 2009)
R: Torsten C. Fischer; B: Benedikt Röskau
K: Holly Fink; M: Annette Focks
D: Jessica Schwarz, Guillaume Delorme, Thomas Kretschmann, Alicia von Rittberg, Heinz Hoenig, Maresa Hörbiger, Stella Kunkat, etc.
Genre: Biografie, Drama
produziert für den SWR/ARD -
Kampf der Titanen - Trailer
@ 2009-11-11 – 09:57:47
Vor einiger Zeit habe ich ja schon mal über das Remake des 80er Kultfilms "Kampf der Titanen" berichtet, welches von Desmond Davis mit u.a. Sam Worthington, Liam Neeson, Ralph Fiennes, Jason Flemyng, Mads Mikkelsen, Gemma Arterton und Pete Postlethwaite gedreht wird. Auch wenn das Original von 1981 von Ray Harryhausen seinen eigenen, ganz besonderen Charme hat, den ein Remake in der heutigen Technik gar nicht erreichen kann, macht mich dieser kurze erste Teaser zu "Clash of the Titans" doch ziemlich heiß auf den Film!!!! Guckt selbst (und ja, natürlich erinnert er in Teilen an "300", aber was solls):
So wie es derzeit aussieht, ist mit einem dt. Start als Aprilscherz zu rechnen (1.4.10), aber das kann sich ja noch ändern - über die Qualität des Films sagt das sicherlich nichts aus *g*.Oh und bei dem Video von Yahoo sieht man im Anschluss also auch Drew Barrymore Werbung für Mascara machen, sowas *lach*.
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Berliner Fenster heute
@ 2009-11-10 – 21:09:48
Wer in Berlin U-Bahn fährt, kennt das "Berliner Fenster" - in der Bahn installierte Monitore, auf denen Werbung, Ausgehtipps, Kinostarts und die neuesten Schlagzeilen aus allen möglichen Ressorts eingeblendet werden.
Heute musste ich über die Schlagzeilen aus der Sparte "Unterhaltung" - sponsored by BZ echt richtig lachen. Auf dem Monitor wurden die Titel wie folgt eingeblendet (ähnlicher Wortlaut, ich habs nicht abgeschrieben):"Schock für die Fans, Robbie Williams will heiraten!"
"Lindsay Lohan ist selbstmordgefährdet."
"Tony Curtis: Ich war kein guter Vater."In dem Kontext und ohne zu wissen, von welchen Leuten da die Rede ist, könnte man meinen, dass da ein Beziehungs- und Familiendrama beschrieben wird *lach*.
Auch schön war die eingeblendete Easy Jet Werbung, die in Anlehnung an den Mauerfall vor 20 Jahren damit wirbt, dass Easy Jet der Ort sei, wo sich auch heute noch Menschen spontan in den Armen liegen. Öh, also, ich sag mal so: ich habe noch keinen Flug von keiner Gesellschaft erlebt, in denen sich fremde Leute gegenseitig in die Arme fallen. Vielleichte sollte ich hinzufügen "gottseidank". Der einzige Grund, den ich mir nämlich dafür vorstellen könnte, ist Panik gepaart mit Erleichterung, dass man lebend und in einem Stück unten wieder angekommen ist. Ich denke, dafür sollte man nicht werben *lol*.
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Willkommen Catchyourdreams
@ 2009-11-10 – 17:14:15
Seit heute tummelt sich in der Freundesliste Catchyourdreams, mit nicht nur einem guten Ratschlag als Profilnamen, sondern seit gestern wird auch äußerst fleißig gebloggt und kommentiert. Und offenbar teilen wir auch die gleichen Interessen wie so viele hier: Film, Fernsehen, Zeitgeschehen. Daher: willkommen im Club.
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November 1989
@ 2009-11-09 – 23:21:31
Ich könnte jetzt hier darüber schreiben, wie meine Mutter und ich weinend vor dem Fernsehgerät gesessen und die Nachrichten verfolgt haben, in der Nacht, als die Mauer fiel. Und wie ich meine große Schwester beneidet habe, die zu dem Zeitpunkt bereits in Berlin wohnte und alles aus erster Hand miterlebt hat. Ich könnte... Doch bei CharlesDexterWard im Trapezoeder-Blog entspinnt sich gerade eine Diskussion über die wahre Mauerfall-Hymne 1989. Wir sind uns alle einig, dass dies nicht Scorpions' "Wind of Change" ist. Auch "Freiheit" von Westernhagen fällt aus (beide Songs erhielten ihren Hype erst 1990/1991). Wir wollen nicht im entferntesten davon ausgehen, dass es David Hasselhoffs "Looking for Freedom" war, ein bisschen Würde sollte man sich im Nachhinein bewahren. Aber welcher Titel war es nun? Der wieder herausgekramte "The Wall" von Pink Floyd? Oder waren es gar Milli Vanilli? Jaaaaaahaaahaaa, die habt ihr vergessen, gell? Nicht immer nur den Hasselhoff verdrängen, schauen wir doch mal auf die hochnotpeinlichen Top Ten der Single Charts im November 1989:
Platz 10 Tina Turner - The Best (okay, das geht ja noch)
Platz 09 Billy Joel - We didn't start the fire (auch noch im grünen Bereich, aber dann)
Platz 08 Jive Bunny - Swing the mood
Platz 07 Phil Collins - Another day in paradiese
Platz 06 Jive Bunny - That's what I like
Platz 05 Black Box - Ride on time (erinnert sich noch jemand an die Kreischlady?)
Platz 04 Sidney Youngblood - If only I could
Platz 03 Technotronic - Pump up the jam
Platz 02 Milli Vanilli - Girl I'm gonna miss you
Platz 01 Kaoma - LambadaJa, kein Wunder, dass da alle im Nachhinein irgendeinen dramatischen Song herbeisehnen, der als Hymne dienen kann - wenigstens in der Vorstellung...
Und jetzt schauen wir mal spaßeshalber auf die Singlecharts des 06.11.09:
Platz 10 Jürgen Drews - Ich bau dir ein Schloss
Platz 09 Silbermond - Krieger des Lichts
Platz 08 Xavier Naidoo - Alles kann besser werden
Platz 07 Marit Larsen - If a song could get me you
Platz 06 Bon Jovi - We weren't born to follow
Platz 05 Lady Gaga - Paparazzi
Platz 04 Queensberry - Hello (böseböse Shakespeare's Sister Kopie)
Platz 03 David Guetta/Akon - Sexy Chick
Platz 02 The Gossip - Heavy Cross
Platz 01 Robbie Williams - BodiesDie gleichen Belanglosigkeiten wie 20 Jahre zuvor - bis auf 1,2 Ausnahmen. Bon Jovi haben sich nicht weiterentwickelt, die deutschen Charts auch nicht - oder? Immerhin sind mittlerweile vier dt. Künstler/Bands unter den ersten zehn, vor 20 Jahren undenkbar, nachdem man jahrelang die NDW ertragen musste. Hat die Deutsche Einheit evtl. verstärkt dazu geführt, dass die deutsche Sprache wieder machbar wurde in der Musik?
Das bringt uns natürlich jetzt in Sachen Mauerfall-Hymne nicht weiter *lach*. Vermutlich haben alle an der Mauer Lambada getanzt, und keiner wills heute gewesen sein
Gute Nacht. -
Ey, Jungs,
@ 2009-11-09 – 21:26:05
... mal ehrlich: es ist nicht schön anzusehen, wenn eure Hosen unterm Hintern hängen. Wirklich nicht. Insbesondere, wenn man in einer vollbesetzten U-Bahn sitzt und dir ein Typ, der im Gang steht, sein rausgepresstes in Feinrippschlüppi verpacktes Hinterteil auf Augenhöhe ins Gesicht hält.
Wer braucht denn sowas? *schüttel*
