my_bloody_valentine_3dZehn Jahre nach dem blutigen Massaker, das von dem verrückt gewordenen Minenarbeiter Harry Warden am Valentinstag verübt wurde und bei dem 22 Menschen mit seiner Spitzhacke brutalst zugerichtet und getötet wurden, kehrt Tom Hanniger, dem die Mine zum großen Teil gehört, wieder in seine Heimatstadt zurück. Abgehauen ist er damals, einer der wenigen Überlebenden dieses blutigen Valentinstags, und keiner weiß, wo er abgeblieben ist oder was er in der Zwischenzeit gemacht hat. Er will seine Anteile an der Mine verkaufen - nur deshalb ist er dort. Doch dann trifft er seine damalige Liebe Sarah wieder, die mit dem jetzigen Sheriff Axel Palmer verheiratet ist. Tom und Axel waren sich noch nie grün, was die Stimmung über Toms plötzliche Rückkehr weiter aufheizt. Als dann um den Valentinstag erneut ein Psychopath mit Spitzhacke und Bauarbeiteroverall sein Unwesen treibt und es die ersten Morde gibt, verdächtigt Axel sofort den traumatisierten Tom. Der jedoch beteuert seine Unschuld und glaubt stattdessen, dass Harry Warden evtl. doch überlebt hat und wieder hinter den Leuten der Stadt her ist ...


In einer Reihe von Remakes alter Horrorfilme folgt nun "My Bloody Valentine", welcher eigens für eine 3D-Projektion gedreht wurde. Im Berliner Cinemaxx gestern ging dies aus technischen Gründen leider nicht, so bekamen wir die 2D-Variante zu sehen. Die Effekte, die man sich von 3D verspricht, mussten wir uns also dazu denken. Hier muss man einfach noch mal erwähnen, dass für 3D konzipierte Filme grundsätzlich in 2D etwas schlechter aussehen, was die technische Qualität anbetrifft. Das liegt dann nicht an Kamera, Regie, etc. Sollte man vielleicht wissen.
Gut. Nun muss man eingangs sagen, dass das Original von 1981 auch kein Überflieger war, eine dämliche Story zugrunde lag und die Darstellerleistungen damals zu wünschen ließen. Nicht viel anders verhält es sich mit dem diesjährigen Remake von Patrick Lussier, von dem man auch eher zweitklassige Horrorfilme wie "Wes Craven's Dracula" kennt. Im direkten Vergleich aber zur eben gelaufenen "Freitag, der 13"-Neuauflage ist "MBV" um Längen besser. Das liegt schlicht daran, dass man immerhin ansatzweise sympathische Charaktere hat, der Bodycount höher, blutiger und ekliger ist, und der Film zu weiten Teilen einfach Spaß macht. Allerdings wäre da noch viel Luft nach oben gewesen, wenn man beispielsweise die Dialoge aufgewertet hätte. So reden die Protagonisten kompletten Bullshit, was glücklicherweise immer dann wieder von einem tötungswütigen Bergarbeiter unterbrochen wird, wenn es allzu nervig wird.
Die Schauspieler agieren auf mittlerem bis unterem Niveau. Jensen Ackles ("Supernatural"-Dean Winchester), der ja grundsätzlich irgendwie niedlich ist, kann definitiv mehr, läuft hier fast nur mit Hundeblick durch die Szenerie. Kerr Smith kann ich einfach nicht von "Dawson's Creek" trennen, da konnte auch "Forsaken" zwischendurch nichts ändern. Er bleibt recht blass. Überzeugen kann Jaime King ("Sin City"-Goldie/Wendy), die immerhin sehr natürlich wirkt. Richtig schlecht, also fast unterirdisch schlecht, sind Tom Atkins als Ex-Sheriff Burke und Kevin Tighe als Ben Foley, da stellten sich mir teilweise echt die Nackenhaare auf, wenn sie einen Satz von sich gegeben haben.

Fazit: Es geht natürlich besser. Aber als Slasher-Happen zwischendurch taugt "My Bloody Valentine" durchaus. Sollte er im Mai als 3D-Kopie starten, würde ich ihn mir evtl. nochmal anschauen, um diese Effekte zu genießen. So schlecht ist er also nicht :)

My Bloody Valentine (USA 2009)
R: Patrcik Lussier; B: Todd Farmer, Zane Smith
D: Jensen Ackles, Jaime King, Kerr Smith, Betsy Rue, Tom Atkins, Edi Gathegi, Megan Boone, Kevin Tighe, Todd Farmer, Joy de la Paz, etc.
Genre: Horror, Slasher
FSK: ab 18 J.
5v10